Wie alles begann
Mein erster Computer war 1979 ein Sinclair ZX81¹ mit 1 KByte (!) RAM, einer Folientastatur, einer grobpixeligen Grafik und einem eingebauten BASIC-Interpreter. Nach jedem Einschalten musste man sein Programm wieder eintippen. Das interesante an diesem Rechner war die Bestellung: der Kaufpreis sollte 398,– DM betragen. Ich bestellte, erhielt die Auftragsbestätigung und dort wurde er bereits nur noch mit 298,– DM angegeben. Als ich ihn dann endlich nach 4 Wochen erhielt, lag eine Rechnung von knapp unter 200,– DM bei. Ein Preisverfall von ca. 50% innerhalb von 4 Wochen. Das war meine erste Erfahrung mit rapiden Preisverfall.
1979 war das schon was ganz Besonderes einen Computer zu haben. So etwas konnte man noch nicht so einfach kaufen wie heute. Es war sehr schwer zu bekommen.
So bekam ich meine ersten Programmierkenntnisse in BASIC und mein grundsätzliches Verständnis für die Arbeitsweise eines Computers, welches mir heute häufig hilft Probleme schnell zu erkennen und diese zu lösen.
Es ist klar, das dieser Rechner bald nicht mehr reichte. 1 KByte – das sind 1025 Byte – reichte gerade für eine oder zwei Bildschirmseiten BASIC-Code. Das war für ein sinnvolles Arbeiten viel zu wenig.
Nun war gerade die Firma Commodore, die seinerzeit den PET 2001 im Handel hatte (den konnte ich mir nicht leisten) mit dem VC-20 auf dem Markt, sozusagen der PET 2001 für arme Leute. Während ich mich für einen 'richtigen' Rechner interessierte kam auch schon der Nachfolger Commodore C-64 mit sagenhaften 64 KByte Arbeitsspeicher und Farbgrafik (!). Das war überhaupt DER Knaller damals. Kein Computer, ausser des VC-20 hatte Farbgrafik. Das war eine Revolution (Apple kannte ich damals noch nicht). Den C-64 ließ ich mir von meinem Vater schenken. Er kostete damals ein kleines Vermögen von 1989,– DM bei Escom oder Vobis, das weiß ich leider nicht mehr so genau.
Nun konnte ich auch endlich längere Programme schreiben und bald schon hingen meine Wände von der Decke bis Boden voll mit Programm-Prints – einen 9-Nadeldrucker hatte ich nun auch schon, denn man konnte nun die Programme mit Hilfe der Datasette auf gewöhnliche Musikkassetten speichern. Da das allerdings sehr umständlich war musste ein Floppy-Laufwerk her welches man nun für „nur“ ca. 1200,– DM kaufen konnte.
Bis hierhin hatte ich noch nie ein Programm gekauft, sondern alles selbst geschrieben.
¹ Die Auslieferung des ZX81 begann tatsächlich im Jahre 1979, siehe dazu auch meine Anmerkungen auf meiner Seite „Lebenslauf“.






