… und was sonst noch?

Seit Herbst 2005 gehört auch dieser Oldtimer aus den späten 80er Jahren – der Entwicklungsbeginn lag so um 1977 – zu meiner Sammlung. Es handelt sich hier um einen Prozessrechner mit der Bezeichnung MCDS 65, welcher von meinem Vater entwickelt wurde. Betrieben wir er mit einem 6502, wahlweise mit 1 oder 2 MHz. Die Programmiersprache ist Assembler. Dieser Prozessor und diese Sprache fand auch im Apple II Verwendung.

Nachdem ich nun dieses gute Stück geerbt habe, habe ich mich wieder in die Benutzung hineingearbeitet. Ich habe mal vor vielen Jahren einen Kurs in Mikroprozessor-Technik bei meinem Vater an der FH belegt. Nun versuche ich diese Information wieder zu reaktivieren. Es zeigt sich, dass doch viel hängen geblieben ist. Sicher wird irgendwann der eine oder andere der vielen Ingenieure, die an diesem Gerät ausgebildet wurden, diese Seite finden. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.


Beschreibung des Rechners

Oben links ist das Netzteil. Früher wurden Netzteile verwendet, die mein Vater selbst entwickelt hat. Doch mit der zunehmenden Massenproduktion dieser Teile lohnte sich der Bau dieser Module nicht mehr. Daher wurde hier ein Standard-Netzteil angepasst.

Rechts daneben befindet sich ein Philips Daten-Cassetten-Laufwerk mit 64 kByte (!) pro Cassettenseite. Die Cassetten können beim Formatieren in Segmente unterteilt werden. Auf jeder Seite müssen alle Segmente die gleiche Größe haben, z.B. 32 x 2 kByte oder 4 x 16 kByte.

Die Einschübe 3 bis 5 von Links sind ein Floppy-Controller und zwei 3,5" Diskettenlaufwerke. Diese wurden erst sehr viel später entwickelt und sind unglaublich viel schneller als das Mini-Tape. Ich erinnere mich noch gut, dass mein Vater mit einem Musikkassetten-Recorder anfing die Daten zu speichern, so wie beim Commodore C64. Später folgte die Commodore-Floppy 1541, das Mini-Tape und anschließend die Disketten.

Der rechte Einschub ist der eigentliche Computer mit einem VIA-Anschuss 6522 (VIA = Versatile Interface Adapter).

Unten links ist die Schnittstelle für den Benutzer. Hier kann man ein Terminal und einen Drucker anschließen. Das Gerät wird von mir über ein Terminalprogramm auf dem Macintosh angesprochen und programmiert.

 

Gerhard Uhlhorn Seite 6

Name: Gerhard Uhlhorn

Geburtstag: 10.06.1964

Geburtsort: Hamburg

Beruf: Maschinenschlosser
und Mediengestalter

Schulbildung: Fachhochschulreife

Hobby: Technik



Aus dem Inhalt


Wer bin ich

ein kleiner Lebenslauf


Wie alles begann

1979: Sinclair ZX81


Dann begann DTP

1987: AMIGA 500


Der berufliche Umstieg

1994: Arbeit in der Litho


… und heute?

2004: Wieder selbständig!


… was sonst noch?

Prozessrechner usw.


Kalkulation offengelegt

über meinen Stundensatz



Meine tägliche Lektüre:


Stundensatz

Kalkulatorisch müsste ich, wenn ich für Sie als freier Mitarbeiter arbeite, etwa 40,30 Euro pro Stunde, und wenn ich mit meinen eigenen Geräten und in eigenen Räumen (also selbständig) für Sie arbeite, etwa 56,20 EUR bekommen.  

Lesen Sie hier, wie ich meinen Stundensatz kalkuliere.

 

MCDS 65B: Ein Dinosaurier aus den 80er Jahren. Er findet heute noch Verwendung bei meinen Experimenten. Dieser Prozessrechner ist eine Entwicklung meines Vaters Gerdt Uhlhorn.

Das eigentliche Herz des Prozessrechners, das CPU-Modul von oben links. Auf diesem Modul ist der komplette Rechner drauf.

Modul 6: Keine Industriebestückung wie heute, sondern noch alles in feiner Handarbeit.

Wie auf allen Geräten hat mein Vater auch hier seine Signatur hinterlassen ;-)

Steckmodul 2 ist eine Relaiskarte. Hier verbergen sich nichts weiter als 2 Relais, welche über die Adresse $1468 angesprochen werden. Die Binärkombination %00000001 schaltet das rechte Relais ein, %00000010 das Linke und %00000011 beide. So einfach ist das.

Modul 3 ist ein einfacher Eingang. Je nachdem ob auf einem Anschluss ein Signal ist, ist das entsprechende Bit eine 1 oder eine 0.

Modul 4 ist ein VIA 6522. Hier kann man für jeden Anschluss festlegen, ob er Eingang oder Ausgang sein soll. Dieser Chip fand in vielen Computern als Kommunikationschip Verwendung.

Modul 5 ist ein AD-Wandler (AD = Analog –> Digital). Er liefert einen Zahlenwert entsprechend der Höhe der Spannung. Hier hat man also nicht nur EIN und AUS, sondern noch viele Zwischenstufen – 4096 um genau zu sein.

Modul 6 ist ein BCD-Display mit einem zusätzlichem analogen Ausgang. Schreibt man eine Zahl zwischen 0 und 255 in die Adresse $14A3, erhält man eine Spannung von 0 bis 10,2 Volt. Das ist gut um z.B. Sinuswellen zu generieren.

Der letzte Einschub Nummer 7 (unten rechts) ist ein Comparator. Der kann ein analoges Signal mit einem Referenzsignal vergleichen. Man kann so z.B. einen Grenzwert vom Computer vorgeben und bekommt eine 1 oder 0 bei Über- oder Unterschreiten des Wertes.